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Datum
27.03.2020

Sparen in Corona-Zeiten

Tausende Deutsche haben bald durch Kurzarbeitergeld und Verdienstausfall weniger monatlich auf dem Konto. Wie jeder sein Budget für ein paar Monate runterschrauben kann.

Sparen in Corona-Zeiten
(GettyImages/twomeows)

Die Corona-Pandemie hinterlässt in den Geldbeuteln vieler Deutscher schon jetzt Lücken. Insgesamt rechnet die Bundesregierung durch den Coronavirus mit 2,35 Millionen Kurzarbeitern in den nächsten Wochen und Monaten.

Wie viel Geld bekomme ich bei Kurzarbeit?

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) zahlt bei Kurzarbeit 60 Prozent des ausgefallenen Lohns, für Beschäftigte mit Kindern 67 Prozent. Auch die Sozialabgaben übernimmt die Bundesagentur. Für viele Angestellte bedeutet das in den nächsten Wochen und Monaten, das sie schnell einige Hundert Euro weniger pro Monat zur Verfügung haben. Denn die Pandemie wird das (Wirtschafts-) Leben sicherlich noch einige Monate massiv einschränken.

Sparpotenzial in Corona-Zeiten

Wie sich die Ausgaben kurzfristig reduzieren lassen

Laufende Beiträge überprüfen

Der Yoga-Kurs fällt aus, das Fitness-Studio ist geschlossen. Laut den Verbraucherzentralen müssen Mitglieder ihre Beiträge aktuell nicht zahlen. Denn wenn das Sport-Studio seine Dienstleistung nicht anbieten kann, liegt eine Vertragsstörung vor. Einen außerordentlichen Kündigungsgrund stellt die Corona-Krise nicht dar. Aber bis die Studios und Yoga-Schulen wieder regulär öffnen, können Sie den Vertrag ruhen lassen und müssen keine Beiträge zahlen. Am besten kontaktieren Sie den Anbieter und klären die Details.

Bei manchen Gebühren heißt es abwägen: Muss die kleine private Ballettschule, bei der die Tochter Unterricht nimmt, vielleicht schließen, wenn alle Mitglieder sofort ihre Zahlungen einstellen? Oder auch die private Musikschule? Je nachdem, wie eng das eigene Budget ist (und wie lange die Corona-Einschränkungen noch dauern), muss jeder mit Augenmaß entscheiden, ob er nicht doch erstmal weiterzahlt. Das gleiche gilt auch für Vereinsbeiträge.

Versicherungen beitragsfrei stellen

Sollte jemand durch die Corona-Krise in Zahlungsprobleme bei einer Versicherung geraten, ist es generell möglich, einen Vertrag ruhend zu stellen oder die Prämien zu reduzieren. Je nach Sparte und Anbieter gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Bestehende Versicherungen panisch zu kündigen, ist allerdings nicht sinnvoll, da wichtiger Versicherungsschutz für Risiken wie Berufsunfähigkeit oder Sachschäden an Haus und Einrichtung verloren geht. Bei vielen Versicherungen ist aber eventuell eine Stundung der Beiträge oder eine befristete Beitragsfreistellung möglich. MLP Berater unterstützen bei der Entscheidung und helfen bei der Abwicklung.

Zweitwagen still legen

Wenn jetzt beide Partner nur noch im Homeoffice arbeiten oder aufgrund von Kurzarbeit oder Kinderbetreuung kaum noch zum Arbeitgeber fahren müssen, kann vielleicht der Zweitwagen für die nächsten Monate in der Garage bleiben. Zum Überbrücken einer autofreien Zeit muss die bestehende KfZ-Versicherung nicht gekündigt werden. Wenn Sie das Fahrzeug abmelden, kann der Versicherungsschutz pausieren und der Vertrag wird beitragsfrei gestellt.

Altersvorsorge weiterlaufen lassen

Viele Gesellschaften bieten die Möglichkeit einer Beitragsstundung an. Hierbei können die Beiträge für einen gewissen Zeitraum ausgesetzt werden - mit dem großen Vorteil, dass der Versicherungsschutz während der Stundungszeit bestehen bleibt.

Eine Alternative ohne Erhalt des Versicherungsschutzes ist die befristete Beitragsfreistellung. Hierbei kann bei vielen Gesellschaften spätestens nach 6 Monaten der Versicherungsschutz ohne erneute Gesundheitsprüfung wieder in Kraft gesetzt werden. Auch hier unterstützen die MLP Berater.

Verträge optimieren

Wer zu einem günstigeren Strom-, Internet- oder Handyvertragsanbieter wechselt, kann schnell einige hundert Euro im Jahr sparen. Vergleichsportale im Internet helfen, preiswerte Alternativen für die gewünschten Leistungen zu finden.

Tickets erstatten lassen

Jede Menge Konzerte, Fußballspiele und sonstige Veranstaltungen wurden bereits im März und für die kommenden Wochen abgesagt. Das Geld für die Tickets können Sie sich jetzt erstatten lassen. So lässt sich ein finanzielles Polster aufbauen.

Aber auch hier ist je nach Anbieter Solidarität gefragt: Besonders kleine Theater oder Künstler kämpfen durch die Corona-Krise ums Überleben.

Gebuchte Urlaube unter die Lupe nehmen

Das verlängerte Wochenende über Fronleichnam oder Pfingsten, eine Woche Sonne im Mai, der Sommerurlaub? Wer durch die Pandemie akute Geldnot hat, sollte bereits gebuchte Urlaube für den Rest des Jahres auf den Prüfstand stellen – und rechtzeitig stornieren. So lässt sich aktuell ein Finanzpuffer aufbauen, wenn bereits getätigte Anzahlungen zurück aufs Konto fließen. Sollte sich Ihre finanzielle Lage bis zum Sommer oder Herbst doch entspannt haben, können Sie sich immer noch Last-Minute eine kleine Auszeit in der Sonne gönnen.

Wer noch unsicher ist, wie es mit dem Jahresurlaub weitergehen soll: Stornobedingungen der Hotels, Ferienwohnungen und Flüge schon jetzt genau checken – und im Kalender notieren, bis wann eine kostenlose Absage möglich ist. Dann können Sie immer noch eine Entscheidung treffen.

Abos kündigen

Generell ist jetzt eine gute Gelegenheit, alle Fixkosten auf den Prüfstand zu stellen. Ein paar Beispiele: Lese ich wirklich noch alle Zeitungen und Zeitschriften, die ich abonniert habe? Nutze ich alle Streaming-Dienste wie Amazon, Maxdome, Netflix und Spotify? Einige Pay-TV-Anbieter haben angeboten, wegen der Bundesliga-Pause, Kosten zu erstatten und auf Wunsch das Abo ruhen zu lassen. Ein Kündigungsgrund ist die Pandemie nicht.

Steuererklärung zügig abgeben

Nutzen Sie die langen Wochenenden ohne Freizeitaktivitäten und Treffen mit Freunden, um Ihre Steuererklärung für 2019 anzugehen. Denn viele Angestellte können auf eine Steuererstattung hoffen, die einen kleinen Finanzpuffer fürs Konto bringen kann.

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